Neues aus der Medizin
Neubewertung der Rolle von Kalzium in der Behandlung von Osteoporose
Ergebnisse klinischer Studien zeigen, dass die Einnahme von Kalzium-Präparaten, zur Prävention oder Therapie einer Osteoporose, das Herzinfarktrisiko um 31% erhöht.
Nach einem Bericht von Prof. Dr. Ian Reid (Univ. of Auckland) und seinen Kollegen von der Univ. of Aberdeen (U.K.) und Dartmouth Medical School (USA) sind Kalziumpräparate bzw. Kalziumergänzungsmittel (ohne zusätzlich verabreichtes Vitamin D) mit einem erhöhten Risiko für Herzmyokardinfarkte assoziiert.
12.000 Patienten waren an 11 randomisierten klinischen Studien beteiligt. Es wurden die Daten von Patienten in einem Behandlungszeitraum von durchschnittlich 3,6 Jahren verglichen, die entweder eine Kalzium-Supplementierung (>/= 500 mg/Tag) oder ein Placebo erhielten.
Da Kalzium nur geringfügig positive Auswirkungen auf die Knochendichte hat, sollte die Rolle des Kalziums in der Behandlung von Osteoporose neu bewertet werden, forderten die Autoren.
Quelle: BMJ 2010, 341:c3691